Bremer Freizeitkongress

5. Bremer Freizeitkongress „Digitale Freizeit 4.0“ eröffnet: Muße statt eintönige Arbeit

Presseinformation:

Mit Grußworten der Rektorin der Hochschule Bremen, Prof. Karin Luckey, und des Abteilungsleiters beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Dr. Dirk Kühling, wurde heute der Bremer Freizeitkongress 2018 an der Hochschule Bremen eröffnet. Im Mittelpunkt stehen der digitale Wandel der Gesellschaft in Arbeit und Freizeit und seine Folgen für die Inszenierung von Erlebnissen, die Kommunikationen und mit Reisenden und Besuchern sowie die wachsenden Anforderungen an eine smarte, aber auch lebenswerte Stadt. Zwei Tage lang werden ca. 130 Experten, Praktiker und Studierende über Perspektiven für die Freizeitplanung, das Freizeitmanagement und die Freizeitbildung diskutieren. Geplant sind neun Fachforen und prominente Plenumsbeiträge.

„Muße statt Arbeit ist das Ziel des Menschen“ schrieb 1891 der irische Dichter Oscar Wilde in einem bekannten Essay. An seine Weltanschauung wurde im Rahmen der Eröffnung erinnert. Er sah in den Maschinen seiner Zeit das Potenzial für eine Befreiung von eintöniger und unmenschlicher Sklaverei. Eine solche utopische Hoffnung trägt auch viele heutige Analysen moderner Internettechnologien. Die Freizeit ist heute neu zu bestimmen und das emanzipative Potenzial ist neu auszuloten, trotz der wachsenden Macht von vernetzten Internetkonzerten aller Art.

Die Rektorin der Hochschule Bremen wies auf die Bedeutung der Hochschule für den Wandel der Region hin, auch im Bereich der digitalen Technologien, und hob die angestrebten Veränderungen in der Lehre unter dem Stichwort „Digitale Strategie“ hervor. Zugleich engagiert sich die Hochschule weiter in der Wissenschaftskommunikation und plant mit einem eigenen Kinderangebot beim Wissenschaftsjahr 2019 zum Thema „Künstliche Intelligenz“ mitzumischen.

Deutlich wurde auch schon im Rahmen der Eröffnung, wie viele Berufsfelder in Bremen von der umfassenden digitalen Transformation betroffen sein werden, auch die Tourismuswirtschaft. Schon heute denken Experten über die Auswirkungen selbstfahrender Autos auf den Städtetourismus in einer smarten Stadt nach.

Prof. Dr. Renate Freericks, Studiengangsleiterin im Internationalen Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft, dankte für die Veranstalter allen Unterstützern der Tagung „Digitale Freizeit 4.0“. Es ist die fünfte Konferenz einer Reihe mit spannenden Querschnittsthemen: Nachhaltige Freizeit- und Tourismusentwicklung, Wandel der Stadtkultur und immer auch Zukunftsforschung. Sie lud zugleich alle Teilnehmer der Tagung ein, das Jubiläum „20 Jahre Freizeitwissenschaft in Bremen“ mit zu feiern. Viele Alumni des Studiengangs aus den letzten Jahren sind beim Kongress dabei und wieder zurück an die Hochschule gekommen. Es könnte also eine lange und aufregende Nacht werden.

Dr. Dieter Brinkmann

Fakultät Gesellschaftswissenschaften

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