ISAF on tour

„Auf Borkum ist alles anders – und das ist auch gut so!“

Fünf Monate auf einem ehemaligen Leuchtturmschiff leben, von Bord aus neugierige Seehunde und vorbeipaddelnde Eiderenten beobachten, abends im Hafenbecken das Meeresleuchten bestaunen, dazu noch Besucher über das Leben auf einem Feuerschiff informieren und sie an die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer und der Insel Borkum heranführen – was kann man mehr von einem ISAF-Praxissemester im Bereich der Umweltbildung und Gästeführung erwarten?!

Borkum Feuerschiff

Der Fall war klar, als ich die Praktikumsanzeige des Nationalpark-Schiffs Feuerschiff BORKUMRIFF fand. Nach unkomplizierter Bewerbung war die Sache geritzt, und ein knappes halbes Jahr auf der schönen Insel Borkum, der größten der ostfriesischen Inseln, war in trockenen Tüchern. Nun ja – trocken?! Die gesamten fünf Monate waren eher regennass und vom Winde verweht. Während in anderen Teilen Deutschlands der Frühling und auch bald der Sommer einkehrten, packte man sich hier in Winterjacken und Wollmützen, häufig auch zusätzlich in Regenhose und Regenjacke, bevor man den unvermeidlichen Weg von acht Kilometern in die Stadt antrat – natürlich auf dem Fahrrad. Schön, dass es zumindest flach ist hier, denn der oft böige Gegenwind machte die Fahrt nicht gerade zum Vergnügen.

Aber andere Dinge entlohnten für die Mühen: Durch die regelmäßigen geführten Wanderungen, die man hier als Praktikant und Mitarbeiter des Nationalparks leitet, kommt man quasi gezwungenermaßen immer wieder an die schönsten Fleckchen der Insel, z.B. zur Seehundbank, zu den wunderschönen Dünenlandschaften im Ostland, den zahlreichen Sandstränden oder zum Dünenwäldchen in der Greunen Stee. Während man also den Besuchern etwas zu Dünenbildung, Süßwasserlinse, Tintenfischschulp und Offshore-Windenergie erzählt, kann man sich trotzdem noch den Wind um die Nase wehen lassen und die Landschaft genießen.

Borkum Ostland

Neben den Schiffs- und Inselführungen und der Arbeit im Infogebäude direkt beim Feuerschiff gab es auch noch einige Sonderveranstaltungen zu organisieren und durchzuführen, wie etwa Familienführungen mit Spielen und Experimenten, Ferienaktionen für die daheimgebliebenen Borkumer Kinder oder einen Stand auf dem Kirchenmarkt.

Aber natürlich besteht das Praxissemester auf einer Nordseeinsel nicht nur aus Arbeiten. Klar, dass ein Konzert des Borkumer Shantychors, das Borkumer Walfang-Musical „Up de Walvis“ und ein Buddelschiffbaukurs zu den Highlights der kulturellen Annäherung zwischen den viel zu oft als wortkarg und verschroben verschrienen Insulanern und der ostwestfälischen Landratte zählten. Dank dieser Zeit weiß ich nun auch, was Winsch, Klüse und Fender sind, was Seenotretter dienstags nachmittags machen, warum Sanddornschnaps auch Fasanenbrause genannt wird, wie das Damwild auf die Insel gekommen ist und warum die Pfuhlschnepfe 8,5 Tage ohne Futter oder Pause durchfliegen kann.

Fünf Monate Borkum haben gezeigt: Borkum ist eine Reise wert. Und auch ein Praktikum.

Jennifer

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