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Auslandssemester Bali – Ein Studium zwischen Monsunregen, paradiesischer Natur und düsteren Schattenseiten

Wer keine Lust auf Abenteuer hat, sollte besser nicht in den Flieger nach Denpasar-Bali steigen, denn in dem 4-monatigen Semester vom 01.09. – 22.12.2016 an der Udayana Universität gab es sehr viel zu erleben. Die Universität wird in Indonesien nur von denjenigen besucht, die es sich leisten können oder ein Stipendium haben. Viel Kontakt hatten wir leider nicht mit den einheimischen Studierenden, da es für ausländische Studierenden einen extra Campus gibt, auf dem man sich lediglich die Kantine teilt. Die Vermittlung des Semesters an die Udayana überlässt man besser einer Organisation. Ich war über Asia Exchange auf Bali und hatte Kurse mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Marketing.

Die Entscheidung für die Udayana Universität basierte auf vielen verschiedenen Faktoren: Zum einen ist das Studium und das Leben vor Ort ziemlich günstig. Man kommt problemlos über den Monat, wenn einem derselbe Geldbetrag wie in Deutschland zur Verfügung steht. Zum anderen wollte ich schon immer eine asiatische Kultur kennenlernen und besser verstehen, um interkulturelle Kompetenzen zu schärfen. Ich fand es sehr interessant, wie die balinesische Kultur mit verschiedenen Situationen umgeht und nicht selten dachte ich mir, dass man sich von deren Gelassenheit durchaus mal was abgucken kann. Trotzdem hat diese Gelassenheit an vielen Stellen in der Universität – wo eigentlich alles gut organisiert sein soll – ein Stück weit genervt, wenn z.B. der Dozent vergisst sein Seminar abzusagen und stattdessen zu einer Zeremonie geht. Aber so ist das eben…

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Auf Bali herrscht tropisches Klima. Nicht selten war es schon morgens um die 28 Grad warm. Zwar war das für die Zeit in der Uni ein wenig unangenehm, weil wir eine lange Hose tragen mussten. Doch für die Freizeit war das Wetter herrlich: Badesachen angezogen und rauf auf den Roller. Denn so gelangt man am besten von A nach B. Die Zahl an schönen Stränden auf Bali ist fast endlos. Doch auch da sollte man nicht blind drauflosfahren und lieber mal mit Einheimischen reden. Sobald man die Touristenecken umfährt und sich zu abgelegene Ort begibt, kann das Abenteuer losgehen.

Trotz all der schönen Erlebnisse hat mich Bali auch immer wieder stutzig gemacht oder enttäuscht. Was der Massentourismus aus der Trauminsel gemacht hat und wie die Geldgier dafür sorgt, dass die Balinesen ihre eigenen Bewohner vertreiben, um an dem Fleck einen weiteren Hotelgiganten zu bauen, war eine traurige Erfahrung.

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In dem Semester wird man immer wieder mit dem Problem konfrontiert, dass die Menschen in Entwicklungsländern nach demselben Lebensstil streben, wie er in westlichen Ländern praktiziert wird. Man lernt viel über die Kulturunterschiede und findet sich in Situationen wieder, mit denen man nie gerechnet hätte. Durch die Armut, die Korruption, den Müll, Geldgier und andere Schattenseiten sind zwar nicht alle Erlebnisse immer schön, aber genau deswegen kommt man sehr gestärkt aus dem Semester wieder.

Sebastian Bratschke

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