ISAF on tour

Ecuador für Anfänger

„Ecuador – das Land aus Feuer und Eis“
„Ecuador – Ama la Vida – Liebe das Leben!”
„All you need is Ecuador”

Bei all diesen Slogans fiel die Wahl nicht schwer, als es darum ging, ein Land für mein Auslandssemester zu finden. Und wer kann schon widerstehen, wenn man die Möglichkeit hat, fünf Monate an der pazifischen Küste zu verbringen?!

Ecuador Nebelwald

Aber das kleine Land im Nordwesten Südamerikas hat weit mehr zu bieten als endlose Strände, Kokospalmen und Blaufußtölpel. Auf knapp 260.000 km², weniger als zwei Drittel der Fläche Deutschlands, befindet sich eine der vielfältigsten Regionen der Erde – sowohl in geographischer als auch klimatischer und biologischer Hinsicht. Die vier geographischen Zonen Küste (Costa), Andenregion (Sierra), Amazonasgebiet (Oriente) und Galápagos-Inseln bieten Raum für die angeblich größte Biodiversität weltweit, aber auch für verschiedene ethnische Gruppen mit einer kulturellen Vielfalt, die Ecuador zusammen mit den natürlichen Gegebenheiten zu einem großartigen touristischen Ziel machen. Keine Frage, dass neben dem Studium an der Universidad Estatal Península de Santa Elena, kurz UPSE, dieses Land ausgiebig erkundet werden wollte: Von den Stränden und Küstenlandschaften der Costa zu den Vulkanen und Berglandschaften der Sierra zu den Regenwäldern und Flusslandschaften des Oriente bis zur unglaublichen Tierwelt der Galápagos-Inseln.

Bei all den faszinierenden Eindrücken in den Landschaften Ecuadors fiel es fast schwer, sich auf den eigentlichen Grund des Besuchs dieses vielfältigen Landes zu konzentrieren. Aber das praxisorientierte Programm der UPSE machte auch die Unterrichtseinheiten an der Uni zu einer besonderen Erfahrung. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung das regionstypische Gericht Ceviche zuzubereiten?! Oder an einem Flashmob am Strand teilzunehmen?! Oder bei der Ausgrabung von jahrhundertealter Objekte mitzuhelfen?! Die geduldigen und hilfsbereiten Dozenten und Koordinatoren sowie die aufgeschlossenen und fröhlichen Mitstudenten machten die Uni-Zeit zusätzlich zu einer positiven Erfahrung.

Ecuador Cotopaxi

Klar, Ecuador ist schon eine andere Welt für so eine Mitteleuropäerin wie mich, die noch nie vorher in Lateinamerika war. An einige Dinge musste ich mich ganz schön gewöhnen. Hier ein kleiner Auszug aus meinem Eingewöhnprogramm:

  • Mit gerade einmal 1,67m überragt man den Großteil der Bevölkerung – auch die Männer.
  • Frauen werden hier ständig angehupt, und ihnen wird ebenso häufig hinterhergepfiffen.
  • Von Ladenbesitzern wird man entweder bedrängt oder komplett ignoriert…
  • …und dann wird man auch noch gnadenlos übers Ohr gehauen.
  • Kein Tag vergeht, an dem man nicht mindestens fünfmal „No gracias“ zu Straßen-, Strand- oder sonstigen Verkäufern gesagt hat.
  • Es ist laut. Überall. Straßenlärm, Gehupe, Gepfeife, die immer gleichen Lieder, normale Gespräche erinnern an Schreiwettbewerbe, der Circo de King Kong bewirbt lautstark sein Programm, der Müllwagen spielt viermal am Tag seine Eiswagen-Melodie… das kann nerven!
  • Busfahren ist eine Erfahrung für sich: Man kann in ohrenbetäubender Lautstärke amerikanische Ballerfilme gucken und von den mitfahrenden Straßenverkäufern einfach alles erwerben – von Süßigkeiten über heiße Snacks bis hin zu Medikamenten. Langer Verkaufsmonolog inklusive.
  • Alles wird verniedlicht: ratito („Momentchen“), aguita („Wässerchen“) und sogar ahorita („jetztchen“)!
  • und… und… und…

… ja, aber nachdem ich mich an all das gewöhnt hatte, da konnte ich mein Auslandssemester einfach als eine großartige, wertvolle und lehrreiche Erfahrung genießen.

Jennifer

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