ISAF on tour

León zog Artan in den Bann

iHola! ¿Cómo te va?

Ich heiße Artan und mein Auslandssemester führte mich nach Mittelamerika, genauer gesagt nach Nicaragua – ein Land, welches lange Zeit durch eine Diktatur geprägt war und 1979 durch den Revolutionssieg der FSLN endete. Sehenswerte Museen, insbesondere in León, der Stadt in der ich studierte, bringen interessierten Besuchern, durch Gästeführer, die selbst in der Revolution gekämpft haben, diese prekäre Lage der „Nicas“ näher.

Che

Heute blickt das Volk in die Zukunft, lässt nun auch einen Kanal, ähnlich dem Panama-Kanal, durch das Land bauen, um die Wirtschaft anzukurbeln und versucht Touristen in das Entwicklungsland zu locken. Und keine Frage – Nicaragua hat einiges zu bieten! Abgesehen von der langen Geschichte des Landes mit seinen Urvölkern, wie z.B. den Chontales oder Miskitus (mit ihren spirituellen Ritualen) reicht die Historie über die spanische Eroberung, Unterdrückung und Kolonialisierung des Landes bis hin zu ihrer gewonnen heutigen Freiheit. Daher gibt es vieles über dieses Land zu lernen und zu ent-decken. Mich persönlich hat es in den Bann gezogen, an Stätten unterwegs gewesen zu sein, an de-nen vor hunderten von Jahren Urvölker ihr Kreise zogen oder Revolutionäre einen erbitterten Kampf mit den Truppen Somozas schlugen.

Landschaft I

Doch es ist nicht nur die Geschichte Nicaraguas, die mich begeisterte. Eine derartige Natur hatte ich vorher nie gesehen. Endlose, menschenleere Strände mit ihren halsbrecherischen Wellen, verlassene, kristallklare Vulkanlagunen, aktive Vulkane oder der riesige Nicaragua-See (mit seiner Vulkaninsel) sind nur einige Anlaufstellen, die mich sehr inspiriert haben. Momente, wie der als ich nachts in der Bucht in El Gigante ins Wasser sprang und das Meer rund um mich in einer derartigen Intensität in blau-grün zu leuchten anfing und ich Zeuge des „Meeresleuchten“ wurde oder hunderte von Glüh-würmchen mich bei einem Nachtspaziergang in der Natur umkreisten, sind für mich unbeschreibliche und unbezahlbare Momente fürs Leben. Und es gibt noch einiges mehr zu entdecken!

Landschaft II

Doch Nicaragua hat auch seine Schattenseiten, wie ich leider öfter erfahren musste. Viele Menschen müssen mit weniger als 1$ pro Tag auskommen. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Bildung oder Trinkwasser. Blechhütten am Straßenrand sind keine Seltenheit. Streunende, verwahrloste Hunde auf den Straßen und Müll prägen oft das Landschaftsbild. Nicaragua gehört nun mal zu den ärmsten Ländern der Welt. Übersehen habe ich diese Tatsache in dem Land definitiv nicht! Überfälle in der Nacht nahe dem Studentenwohnheim waren keine Seltenheit und es traf auch einige meiner Mitbewohner. Man musste hier gerade abends oder nachts mit wachsamen Augen unterwegs sein. Sicher habe ich mich während dieser Zeiten leider nie gefühlt!

fluss

Das Studieren stellte sich als eine Herausforderung dar. Der gemütliche Lebensstil der „Nicas“ kennt keine Pünktlichkeit oder Organisation. Improvisation und wilde Diskussionsrunden prägten oft die Vorlesungen. Das liegt zum Teil wahrscheinlich daran, dass viele Nicas jung anfangen zu studieren. Meist mit 16 oder 17. Da fühlte ich mich mit meinen 26 Jahren manchmal ein bisschen fehl am Platz. Nichtsdestotrotz gibt es viele interessante Module, die in Deutschland so nicht zu finden sind.

Figuren

Die Kultur ist bunt, laut und fröhlich: Trommelwirbel und Feuerwerksexplosionen begleiten die Fest-lichkeiten, Kunst ziert die Häuserfassaden, „Handcrafts“ und verwinkelten Märkte formen das Stadtbild Leóns- Dies hat mich beeindruckt! Trotz der häufigen prekären Lage der Menschen, sind sie einem freundlich gesonnen und immer hilfsbereit.

Gekko

So ich mach mal Schluss! Es gibt noch so viel mehr zu erzählen, aber 4 Monate mit komplett neuen Eindrücken lassen sich nun mal nicht in eine Seite komprimieren. Jedes Auslandssemester hat sicher seine Highlights. Für mich war es definitiv eine Bereicherung für mein Leben!

Life is a journey where you stumble and fall.

In diesem Sinne iAdiós!
Artan

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