ISAF on tour

Blitzlichter Auslandssemester

Alle Jahre wieder dürfen wir gespannt die Auslandsberichte der ISAF Studierenden lesen, die in ihren „Blitzlichtern“ über ihre Erlebnisse während des Auslandssemesters schreiben. Eine Auswahl haben wir hier für Sie zusammengetragen.

______________________________________________________________________________

VIU auf Vancouver Island, Kanada

Sommersemester 2022

Die beste Entscheidung die ich jemals getroffen habe!

Das kann man nicht über jede seiner Entscheidungen sagen, die man in seinem Leben so trifft. Doch an die VIU auf Vancouver Island, Kanada zu gehen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Ich bin schon immer ein großer Nordamerika Fan gewesen und da ich bereits länger in den USA war, beschloss ich mich einmal auf Kanada einzulassen. Ich hörte von den tollen Studieninhalten und der Nähe zur Natur. Wenn man im Winter anreist, braucht man etwas, um die Schönheit der Natur entdecken zu können, da alles mit Schnee bedeckt ist. Doch wenn sich die Insel dann aus dem Winterschlaf erhebt, zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite.

Mein Schwerpunkt lag im „Bachelor of Tourism Management“, wobei ich auch Kurse aus dem „Recreation“ Bereich belegt hatte. Die Module ähnelten sich, außer einem Modul, nicht denen in Deutschland und das gefiel mir sehr gut, da ich so Neues lernen konnte.

Nach spätestens zwei Monaten hatte ich mich verliebt! Man muss sich vorstellen auf einer Insel zu sein, die von Regenwäldern und Bergen umgeben ist, etliche Wasserfälle bereithält und dieses blaue Meer mit all seinen tollen Bewohnern, die man hier in freier Wildbahn entdecken kann. Und genau diese Umgebung mit dem blauen klaren Ozean vor der Haustür und den Bergen im Hintergrund ist die Umgebung, in der man lernen darf. Das ist nicht vergleichbar mit der Hochschule Bremen. An der VIU sitzt man in der Bibliothek und schaut auf den Ozean und die Berge, es laufen Eichhörnchen und ganz viele Kaninchen auf dem Campus rum. Die Uni hat einen kleinen Garten mit einem Teich und Fischen sowie mehrere Grünflächen und Gärten, es gibt einen Pub, Friseur und ein Theater am Campus.

Durch die Nähe zur Natur bekommt man ein anderes Empfinden, dies hat mich dazu gebracht mehr Zeit in dort zu verbringen und neue berufliche Perspektiven in dem Bereich zu entdecken. Am liebsten habe ich mich in der Bibliothek aufgehalten, um den Blick zu genießen, oder am „Blueback Beach“ an dem ich oft Seelöwen vorbeischwimmen hab sehen. Ich bin auf Freizeitbeschäftigungen wie angeln, bootfahren und wandern gestoßen und habe Orcas und Seelöwen in freier Wildbahn gesehen. Diese Erfahrung lässt einen innehalten und dankbar sein, dankbar für diese Möglichkeit, die nicht jeder hat.

Nanaimo hat als Stadt auch einiges zu bieten, wenn man sich darauf einlässt: süße Cafés und Bars, Museen und weitere kulturelle Möglichkeiten. Man kommt von hier gut zum Festland nach Vancouver oder kann die Insel bereisen. In der „Study Week“, eine Woche in der man frei hat, sind wir auf der Insel gereist und wurden immer wieder aufs Neue überrascht. Die Kultur ist durch den Einfluss der Amerikaner und der Briten, anders als man denkt und unserer doch recht ähnlich.

Die vier Monate waren für mich persönlich viel zu kurz, ich habe Kontakte zu wunderbaren Kanadiern und anderen Menschen knüpfen können, die nun wie Familie für mich sind und den Teil des Landes sehr ins Herz geschlossen.

Ich würde diese Entscheidung jedes Mal erneut treffen!

~Swantje Höck~

______________________________________________________________________________

San Diego State University, San Diego, Kalifornien

Sommersemester 2022

Sonne, Strand und Meer gefällig? Dann kann ich euch Kalifornien wärmstens empfehlen!

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass ein persönlicher Traum tatsächlich Wirklichkeit werden kann. Es war schon immer mein Traum den kalifornischen „way of life“ zu leben und die Landschaften und Städte der amerikanischen Westküste zu bestaunen. Durch das obligatorische ISAF Studium rückte dieser Traum immer näher und die Planung konnte beginnen. 

Für mich stand von Anfang an fest, dass es nach Kalifornien zum Studieren gehen sollte, deshalb prüfte ich zunächst unsere Kooperationen, doch wurde nicht fündig. Kurz darauf habe ich mir einige Auslandsberichte über die SDSU in San Diego durchgelesen, die mich bei meiner Planung inspirierten. Die SDSU legt ihren Schwerpunkt in Business und Management, doch auch für ISAFler gibt es mehr als genug Auswahlmöglichkeiten. Da ich auch schon immer mal nach Mexiko wollte, empfand ich auch die Lage als besonders attraktiv!

Die Planung des Auslandssemesters gestaltete sich zunächst, aufgrund von der Covid-19 Pandemie, als unsicher. Es war unklar, ob der Unterricht in San Diego in Präsenz oder nur online stattfinden würde. Um sich für ein Studentenvisum zu qualifizieren, wurde eine Mindestanzahl an Kursen in Präsenz vorausgesetzt. Aus diesem Grund habe ich es oft als „riskant“ empfunden, bei meiner Wahl zu bleiben, doch eine Alternative gab es für mich nicht. Im Endeffekt bin ich bei meinem Vorhaben als „Freemover“ geblieben und das IEC hat mich dabei auch sehr bestärkt. Letztendlich war es die richtige Entscheidung, denn die Corona-Pandemie wurde in den Staaten ganz anders gehandhabt als in Deutschland und unmittelbar nach meiner Einreise traten die ersten Lockerungen in Kraft.

Die ersten Wochen fand der Unterricht nur online statt, doch ab Mitte Februar fanden die Vorlesungen dann auch in Präsenz statt. Das Hochschulsystem in Kalifornien unterscheidet sich stark von dem Hochschulsystem in Deutschland. Es basiert auf unterschiedlichen Prüfungsleistungen, die sich über das ganze Semester erstrecken und gleichwertig sind. Nachdem ich mich mit dem System angefreundet hatte, merkte ich, wie das kontinuierliche Lernen und die regelmäßigen Abgaben sich nährend auf meine künftige Bildung auswirken sollten. Auf dem Unigelände werden Merch-Artikel mit dem Logo der Uni verkauft und sind sehr beliebt, denn auch die Einstellung der Studierenden gegenüber ihrer Universität ist eine andere. Die Studierenden sind stolz auf ihre Uni und zeigen das auch gerne. Die Kurswahl ist gigantisch und zu Beginn war ich mir nicht sicher, ob ich mich richtig entschieden habe. Rückblickend betrachtet, bin ich sehr froh, den Kurs „Global Politics“ gewählt zu haben, denn der Kurs thematisiert das aktuelle, politische Weltgeschehen. Aufgrund des aktuellen Konflikts, zwischen Russland und der Ukraine, wurden die eigentlichen Themen aus dem Lehrplan gestrichen und wir haben uns fast ausschließlich mit der Analyse des Konflikts befasst, was ich sehr gut fand.

Das Wort „Stillstand“ existierte nicht, denn ehe ich mich versehen konnte, war ich umgeben von einem großen neuen Bekanntenkreis und ständig auf Achse!

Surfen in Pacific Beach, Tacos essen in Ocean Beach oder Spazieren gehen im Balboa Park – all das verbinde ich mit der schönen Zeit in San Diego. Nach einer Weile lässt man sich von der kalifornischen Leichtigkeit tragen und wird offener. So habe ich auch mal das Surfen ausprobiert und auch gefallen am „hiken“ gefunden, denn die hügeligen Landschaften Kaliforniens bieten einen unglaublichen Ausblick! Besonders schöne Erinnerungen habe ich aber vor allem, wenn ich an unsere spontanen Roadtrips zurückdenke.

Der Abschied fiel mir unglaublich schwer. Aus familiären Gründen musste ich mein Auslandssemester leider vorzeitig abbrechen, doch ich bin sehr dankbar für diese Zeit, aus der ich selbstständiger und reifer hervorgehe. Ich habe gelernt, dass es unmöglich ist alles zu planen, denn die Dinge entwickeln sich oft anders als man glaubt. Es gab oft Situationen, in denen ich auf mich alleine gestellt war und dadurch eine Offenheit gegenüber unvorhersehbaren Situationen entwickelt habe. Das Auslandssemester wird oft anders als man es sich vorstellt. Es wird sogar noch besser.

~Kristina Selinski~

______________________________________________________________________________

Minor Applied Positive Psychology an der Hanze University of Applied Sciences Groningen, Niederlanden

Sommersemester 2022

Was ist Glück?

Bin ich glücklich?

Was macht mich denn glücklich?

Diese Fragen stellte ich mir am Anfang des Sommersemesters im Minor Applied Positive Psychology an der Hanze University of Applied Sciences Groningen in den Niederlanden. Am Ende des Semesters konnte ich diese Fragen ganz gut beantworten.

Vor allem hat mich das tolle Auslandssemester in Groningen glücklich gemacht. Die Stadt verzaubert mit einem einzigartigen Charme aus Grachten, Historie und Moderne, positiven Menschen und bunten Tulpen. Groningen hat natürlich noch einiges mehr zu bieten – besonders im Freizeitbereich. Die freudige Mentalität der GroingerInnen macht süchtig – genau wie die vielen leckeren Kekse und Gebäckstücke. Wie praktisch also, dass in Groningen das Fahrrad als gängiges Fortbewegungsmittel bekannt ist. In Holland gibt es sogar mehr Fahrräder als Einwohner. Der Drahtesel ist aber ebenso Transportmittel und so kam es nicht selten vor, dass ganze Sofas oder Kleiderschränke damit durch die City transportiert wurden. Der (fast) tägliche Weg zur Hochschule dauerte ungefähr 20 Minuten und führte durch die Innenstadt, einen wunderschönen Park und niedliche Seitenstraßen. Die Infrastruktur für Fahrräder ist in Groningen ausgezeichnet.

Die Hochschule zeichnet sich durch modernste Ausstattung und Räumlichkeiten aus. An jeder Ecke gibt es die Möglichkeit, sich zum Lernen zurückzuziehen oder mit den KommilitonInnen über die nächste Gruppenarbeit zu sprechen. Das Verhältnis zu unseren Lehrkräften war sehr herzlich und auf Augenhöhe, was natürlich für den Inhalt des Studiums sehr förderlich war.

Ein Großteil der Einwohner in Groningen sind Studierende und internationale Austauschstudierende. Die Vielfalt hört in Groningen also nicht an der Käsetheke auf.

Das Austauschprogramm Applied Positive Psychology vereinte Menschen aus ganz unterschiedlichen Nationen. Besonders froh war ich über die Bekanntschaft einer jungen Frau aus Uganda, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe und ohne dieses Programm wahrscheinlich niemals kennengelernt hätte.

Besonders spannend war für mich, dass wir auf der Suche nach unserem Glück, unseren Fähigkeiten und Stärken auch viele persönliche Themen in der Gruppe teilen konnten. Durch den Minor konnte ich mich selbst besser kennenlernen und selbstbewusster werden. Dieses Austauschprogramm ist in jeder Hinsicht sehr positiv und stärkend gewesen.

Ob ein ruhiger Spaziergang an der Gracht oder eine lange Partynacht, in Groningen ist alles möglich 😊

~Sina Gaudian~

Netzwerk

Qualitätsmanager*in mit Schwerpunkt im Umweltbildungsbereich

Der Naturpark Elbhöhen-Wendland sieht sich als  > mehr

Beste Masterarbeit 2015/16

Auf dem 4. Bremer Freizeitkongress wurde  > mehr

Studium

Online-Infoveranstaltung für Studienintressierte

Alle Informationen und den Einladungslink zu  > mehr

Blitzlichter Auslandssemester

Alle Jahre wieder dürfen wir gespannt  > mehr

Forschung

Freizeit 2030: Nachhaltig digital?

Das Reallabor „Digitales Alpendorf“ als Basis  > mehr

Handbuch Freizeitsoziologie

Freericks, Renate / Brinkmann, Dieter (Hrsg.):  > mehr

Veranstaltungen

Online-Infoveranstaltung für Studienintressierte

Alle Informationen und den Einladungslink zu  > mehr

Neu: Sammelband mit den Themen des 6. Freizeitkongresses geplant.

Der kommende Bremer Freizeitkongress muss auf  > mehr