ISAF on tour

Blitzlichter Auslandssemester

Alle Jahre wieder dürfen wir gespannt die Auslandsberichte der ISAF Studierenden lesen, die in ihren „Blitzlichtern“ über ihre Erlebnisse während des Auslandssemesters schreiben. Eine Auswahl haben wir hier für Sie zusammengetragen.

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Tama University, Japan von Cédric Missair

Ein unabhängiges Leben in einem anderen Land! Wer träumt nicht auch davon?! Seitdem ich ein kleines Kind war, hatte ich bereits den Traum, Asien und ganz besonders Japan, zu besuchen. Schon sehr jung konnte ich mich für die Geschichte des Landes der aufgehenden Sonne begeistern. Insbesondere die feudale Zeit, mit all ihren Sagen rund die Dynastien der ehrenhaften Samurais, haben es mir angetan. Umso mehr wollte ich die mystischen Burgen und Tempel mit ihrer beeindruckenden Architektur mit meinen eigenen Augen sehen. Doch nicht nur die Geschichte mit ihren langjährigen Traditionen und Ritualen interessierte mich, auch das heutige Leben vor Ort in der größten Metropole der Welt, wollte ich einmal selbst miterleben. Außerdem bin ich natürlich schon lange ein großer Fan der asiatischen Popkultur. Arcade-Hallen, Videospiele, Mangas etc. Tokyo ist eine wahre Hochburg für Nerds. Hinzu kommt das legendäre Essen, welches an jeder Straßenecke wohlig riechend auf einen wartet. Ich brauchte also nicht lange überlegen, was die Wahl meines Auslandssemesters anging, denn kein anderes Land der Welt hätte mich mehr gereizt.

Ein einfacher Urlaub konnten diesen Erwartungen jedoch unmöglich gerecht werden. Das Auslandsstudium bot mir nun eine einzigartige Gelegenheit: Denn wann hat man schon einmal die Möglichkeit in Japan zu leben?! Es war also entschieden! Um mich nun noch mental entsprechend vorzubereiten, belegte ich in meiner Freizeit japanische Sprachkurse. Außerdem wälzte ich entsprechende Bücher über das Verhalten vor Ort, sowie über japanische Gesellschaft, um zumindest nicht komplett aufgeschmissen zu sein. Aufgrund meines Interesses für besagte Themen, belegte ich auch vor Ort, an der Tama University, Kurse mit diesem Schwerpunkt. Umso mehr freute ich mich auf Module wie „Japanese Culture & Society“ und „Japanese Popculture“, in denen interessante Inhalte zu aktuellen Themen gelehrt wurden. Aber nicht nur Studieninhalte, sondern auch die Menschen und insbesondere mein Professor, hat mich nachhaltig beeindruckt. Mit ihm besuchten wir nicht nur interessante Orte, sondern auch viele alte Tempel, in der wir beispielsweise die einzigartige Möglichkeit hatten, mit den Mönchen meditieren zu dürfen. Rückwirkend betrachtet, hat mir das Studium enorm viel über mich selbst gelehrt. Nicht nur durch solche Erlebnisse, auch durch die ganze Reise konnte ich sehr viel über mich in Erfahrung bringen und dementsprechend über mich selbst hinauswachsen. Sogar soweit, dass ich ursprünglich plante, nach dem erfolgreichen Beenden des Auslandssemesters direkt dort zu bleiben und meinen Aufenthalt bzw. mein Visum zu verlängern. Ich bewarb mich bei einigen Firmen im Freizeitbereich und erhielt diverse Zusagen für einen Praktikumsplatz. Aufgrund der Corona Pandemie war ich jedoch leider gezwungen, wieder nach Deutschland zurück zu kehren. Sobald sich die globale Lage wieder beruhigt hat und ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen habe, werde ich dorthin zurückkehren. Das Auslandsstudium hat mich sehr nachhaltig positiv beeindruckt. Es war die beste Zeit meines Lebens und ich bin froh diesen Schritt in ein fernes Land gegangen zu sein. Ich kann also jedem anderen Studenten, der Interesse an Asien hat, nur empfehlen Japan zu besuchen. 

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Kalmar, Schweden von Luise Schatz 

Wieso Schweden? Gute Frage! Es war extrem schwierig für mich zu entscheiden wo genau ich mein Auslandssemester verbringen möchte. Mehrere Monate in einem fremden Land zu verbringen, welches man noch nicht kennt ist schwierig. 

Bevor ich mich jedoch endgültig entschieden habe, habe ich mich bei anderen Studierenden von ISAF erkundigt, wie die Erfahrungen zu ihrem Auslandssemester in Schweden waren. Alle Antworten haben mich begeistert und mich bei meiner Entscheidung unterstützt. Und ich muss sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Meine Zeit in Kalmar war ausgesprochen gut. Kalmar ist eine relativ kleine und beschauliche Stadt im Osten von Schweden, unmittelbar an der Ostsee. Mit dem Fahrrad konnte man die Stadt wunderbar erkunden und war auch schnell überall da, wo man hinwollte. Besonders schön war es an den warmen Sommertagen noch ans Wasser zu fahren und zu baden. Aber auch an den kalten Wintertagen hat Kalmar es geschafft mit einer „Fika“ die Tage warm zu machen, mit Schwedens besonderen Café Kultur. Fika zu machen bedeutet einfach eine kleine Pause zu machen und einen Kaffee mit seinen Freunden zu trinken. Freunde die man ganz leicht durch das Erasmus Netzwerk kennenlernen kann. Wir hatten auch das große Glück mit einer Studienorganisation mit dem Namen „Timetravels“ verschiedene Reisen mitzumachen und uns besser kennenzulernen. Die Reisen mit meinen neugewonnenen Freunden waren definitiv eines der Highlights in meinem Auslandssemester.  

Die Uni war auf jeden Fall anders als in Bremen, in allen Richtungen. Die Gebäude und Ausstattung waren wesentlich moderner und die Vorlesungen waren eher unkonventionell. Die Kurse waren kleiner und persönlicher und entspannter. Das Pensum an Inhalten sowie das Tempo waren deutlich weniger und langsamer als in Deutschland und die „Home-Exams“ waren auch ungewohnt, aber nicht unbedingt schlecht. Es hat nicht lange gebraucht sich daran zu gewöhnen.  

Die Mentalität in Schweden hat mich besonders beeindruckt, die Menschen hatten eine Leichtigkeit und strahlten eine gewisse Ruhe aus. Das Leben dort war entspannter, naturbelassener und sehr angenehm. Diese Mentalität werde ich auf jeden Fall versuchen weiter zu befolgen. 

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University of Mauritius von Emilia Grass

Mauritius – It was an adventure!   

Hallo, ihr neugierigen und reiselustigen Leute!  

Im Rahmen meines Studiums Internationaler Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft ging es für mich, Emilia Grass, im fünften Semester ins Ausland. Mein Erstwunsch Mauritius ist in Erfüllung gegangen.  

Ich habe Mauritius gewählt, weil ich Lust hatte, etwas komplett Neues auszuprobieren. Ich war neugierig auf das Inselleben und die Natur, die Universität, die Vorlesungen auf Englisch und vor allem auf die Leute und deren Kultur vor Ort. Ein weiterer Grund war, dass ich die einmalige Chance nutzen wollte, an einen Ort zu gehen und dort zu leben, der weit entfernt von Deutschland ist. Finanziell wurde ich durch das Auslands-BAföG und Ersparnisse aus meinem Nebenjob abgesichert. Dies ermöglichte mir die Verwirklichung meines Auslandssemesters auf der schönen Insel Mauritius.  

Als mein Platz an der University of Mauritius gesichert war, begann ich motiviert und ehrgeizig mich mit der Planung und der Organisation meines Auslandsaufenthalts auseinanderzusetzen. Ich war sehr froh, dass zwei weitere Kommilitoninnen Mauritius gewählt haben. Wir entschieden, dass wir zusammenwohnen und die gleichen Module an der UoM belegen wollen. Zu dritt fiel uns die Planung etwas leichter, da man immer jemanden hatte, mit dem man sich austauschen konnte. Es war nicht immer einfach, alle Nachweise für den Aufenthalt auf Mauritius zu erbringen. Es wurden viele Dokumente benötigt. Es hat sich aber definitiv gelohnt! 

Mein 4,5-monatiger Aufenthalt auf Mauritius war ein Abenteuer. Ich habe diese Insel sehr ins Herz geschlossen! Mein Leben dort hat sich sehr zu dem in Deutschland unterschieden. Es gab andere Herausforderungen und einige Umstellungen, z.B. die Vorlesungsformate an der Universität. Viele Vorlesungen fielen spontan aus oder wurden ohne Materialien durchgeführt. Im Nachhinein betrachtet, habe ich gelernt, in solchen Situationen zu improvisieren und mit anderen Studenten zu interagieren und sich auszutauschen. 

Die einzigartige Natur und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung erleichterten mir die Umstellungen. Ich bin in meiner Freizeit viel geschnorchelt, viel gewandert, habe lokale Märkte besucht und bin zum ersten Mal mit dem SUP (Stand Up Paddling) gepaddelt. #livingmybestlife 

Nationale Festtage, Street Food, die Herzlichkeit der lokalen Bevölkerung, der Ozean und die Strände – das alles ermöglichte mir, das Inselleben komplett kennen zu lernen und zu verinnerlichen. Auch negative Faktoren, wie Müll und Klimawandel und das Unbewusstsein zum Thema Nachhaltigkeit, regten mich zum Nachdenken an. Die Insel könnte tatsächlich noch so viel schöner sein ohne den ganzen Müll…  

Ich habe auf Mauritius sehr viel gelernt. Meine beiden Kommilitoninnen wurden zu engen Freundinnen. Wir haben sehr viel zusammen erlebt und jedes Hindernis bewältigt.  Der Aufenthalt auf der Insel verging sehr schnell und der Abschied war nicht leicht.  Ich würde mich immer wieder für Mauritius entscheiden. Es war ein unvergessliches Abenteuer!  

Studium

Blitzlichter Auslandssemester

Alle Jahre wieder dürfen wir gespannt  > mehr

Blitzlichter Praxissemester

Auch in diesem Jahr möchten wir  > mehr

Forschung

Handbuch Freizeitsoziologie

Freericks, Renate / Brinkmann, Dieter (Hrsg.):  > mehr

Zukunftsfähige Freizeit

Erster Bremer Freizeitkongress – Band 1  > mehr

Veranstaltungen

Neu: Sammelband mit den Themen des 6. Freizeitkongresses geplant.

Der kommende Bremer Freizeitkongress muss auf  > mehr

Freizeitkongress 2020 – verschoben

Am 20. und 21. November 2020  > mehr